Der Säure-Basen-Haushalt – Teil 1 – Anita Sprenger

Der Säure-Basen-Haushalt – Teil 1

Bringst Du Müdigkeit, Schlappheit, Antriebslosigkeit und häufiges krank sein mit dem Säure-Basen-Haushalt in Verbindung? Meistens höre ich ein erstauntes Nein. Der Körper kämpft oft Jahre oder Jahrzehnte lang gegen diese Anzeichen. Wenn dann die ersten Anzeichen, wie z. B Probleme mit dem Blutzuckerspiegel, erhöhter Blutdruck, Anfälligkeit für Allergien und Entzündungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen etc. auftreten, geht man zum Arzt und bekommt Medikamente. Damit werden Symptome bekämpft, aber nicht die Ursache behandelt. Viele und viel verschiedene Medikamente zusammen eingenommen, verstärken die Säurenbildung. Ein Teufelskreis, weil durch die Nebenwirkungen und Wechselwirkungen neue Probleme/Krankheiten entstehen können.

Ist die Übersäuerung chronisch, können sich folgende Krankheiten ergeben: Bindegewebsschwäche, Cellulite, Besenreiser, Depressionen, Durchblutungsstörungen, Gicht, Haarausfall, Hautprobleme, Konzentrationsstörungen, rheumatische Erkrankungen, Übergewicht, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, unerklärliche Nervosität etc.

Fallen im Körper zu viele Säuren, auch Schlacken genannt, an und der Körper kann sie nicht mehr ausleiten, werden sie im Körper zwischengelagert. Im Bindegewebe entstehen dann Cellulite und Falten und in den Gelenken lagern sich Schlacken an, die Arthrose und Arthritis auslösen können. In der Niere, Blase und Galle wachsen die Schlacken zu Nieren-, Blasen- oder Gallensteinen heran. Auch Bluthochdruck und daraus Herzinfarkt oder Schlaganfall können durch Ablagerungen gewisser Schlacken in den Blutgefässen entstehen.

Schlacken sind neutralisierte Säuren. Säuren werden mit Hilfe von basischen Mineralien, wie z.B. Magnesium und Calcium, neutralisiert. Würden sie nicht neutralisiert werden, würden sie unsere Zellen schädigen. Neutralisierte Säuren sind Salze und werden als Salze abgelagert.

Es gibt Bereiche in unserem Körper, die sauer sein müssen, z.B. die Magensäure, der Dickdarm (Milchsäure) und das Scheidenmilieu (Milchsäure). Dagegen muss z.B. das Blut, der Dünndarm und die Zwischenzellflüssigkeit basisch sein, um ordnungsgemäss zu funktionieren.

Umweltgifte, Zahngifte, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Süssstoffe, Farbstoffe, überschüssiger Zucker, Fertigprodukte, zu viel Fleisch, Wurst, Fisch, Milchprodukte, Koffein, verarbeitete Fette, Kohlensäure, Nikotin, Alkohol, Softdrinks, Medikamente, übertrieben viel Sport, Stress, Angst, Trauer etc. verursachen überschüssige Säure im Körper.

Eine zu saure Ernährung macht unseren Körper schliesslich anfälliger für Krankheiten. Die richtige Ernährung ist immens wichtig, um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Ideal wäre eine Ernährung aus 80% basischen und 20% säurehaltigen Lebensmitteln. Unsere moderne Ernährung ist leider zu säure lastig. Kommen genug Mineral- und Nährstoffe mit der Ernährung in den Körper, ist das kein Problem. Isst man aber zu viel säure lastige Lebensmittel, muss sich der Köper die Mineralstoffe aus seinen Depots, z.B. aus den Knochen, Zähnen, Haarboden, Organen und den Blutgefässen holen. Geschieht dies über einen längeren Zeitraum, entsteht Karies, Haarausfall, brüchige Fingernägel, Krampfadern, Arteriosklerose, Osteoporose usw. Bei einer gesunden Ernährung übersäuert der Körper nicht.

Es ist daher unerlässlich, dass wir diese Stressfaktoren mit gesunden Gewohnheiten ausgleichen, so dass wir einen neutraleren pH-Wert erreichen.